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Was ist die Hypophyse und wo liegt sie?

Die Hypophyse ist eine sehr kleine endokrine Drüse und hat etwa die Größe einer Erbse oder eines Kirschkerns.

Sie liegt eingebettet in einer knöchernen Vertiefung an der Basis des Gehirns, in der Mitte des Kopfes und direkt hinter der Nase. Über den Hypophysenstiel ist sie mit dem Gehirn verbunden.

Die Lage und dieser Stiel haben ihr den aus dem Griechischen stammenden Namen gegeben: „hypo“ bedeutet „darunter liegen“ – sie liegt unter dem Gehirn – und „phyein“ bedeutet „aus etwas hervorwachsen“ – denn es sieht aus, als wachse sie aus dem Gehirn hervor.

 

Was macht die Hypophyse?

Trotz ihrer geringen Größe spielt die Hypophyse eine Schlüsselrolle im hormonellen oder endokrinen System des Körpers, weil sie die Produktion und Ausschüttung vieler verschiedener Hormone im gesamten Körper steuert. Diese Hormone sind an unserem Wachstum, unserer sexuellen Entwicklung und Fortpflanzungsfähigkeit, unserem Stoffwechsel und unserer Reaktion auf Stress beteiligt. Bei Betroffenen mit Akromegalie produziert die Hypophyse zu viel Wachstumshormon.

Sie steuert außerdem die Funktionen der Schilddrüse und der Nebennieren. Dadurch beeinflusst sie den Stoffwechsel, die Energie und den Salz-Wasser-Haushalt des Körpers.

Was ist das Wachstumshormon?

Das Wachstumshormon, auch Somatotropin oder auch „somatotropes Hormon“ (STH) genannt, ist ein Hormon, das lebenslang von der Hypophyse produziert wird. Man begegnet meist dem englischen Begriff „growth hormone“ (GH).

Es wird schubweise, vorwiegend im Schlaf ausgeschüttet.

Welche Rolle spielt das Wachstumshormon?

Bei Kindern sorgt die Ausschüttung des Wachstumshormons aus der Hypophyse für das Skelettwachstum. Bei Erwachsenen spielt es eine Rolle im Stoffwechsel der Muskeln, Knochen und des Fettgewebes.

Die meisten Funktionen des Wachstumshormons im Körper werden durch ein weiteres wichtiges Hormon namens Insulin-like Growth Factor 1 (IGF-1) vermittelt. IGF-1 wird von der Leber hergestellt.

 

Warum produziert die Hypophyse einen Überschuss an Wachstumshormon?

Eine Überproduktion des Wachstumshormons wird meist durch einen benignen Tumor (ein Adenom) an der Hypophyse ausgelöst.

Auch wenn die Vorstellung eines Tumors im Kopf beängstigend ist, bedeutet „benign“ „gutartig“. Akromegalie ist also keine Form von Krebs.

Was passiert, wenn zu viel Wachstumshormon auftritt?

Bei Erwachsenen führt ein Überschuss an Wachstumshormon über einen längeren Zeitraum zum Wachstum der Weichteilgewebe, Knochen und Knorpel, hauptsächlich an den Händen, Füßen, der Stirn und dem Kiefer. Es kann außerdem zu Wassereinlagerungen kommen.

Zudem können die inneren Organe an Größe zunehmen, was beispielsweise zu einem vergrößerten Herzen und folglich einer Herz-Kreislauf-Erkrankung führen kann, sofern diese nicht erkannt und behandelt wird.

Weitere mögliche Folgen eines Überschusses an Wachstumshormon sind Diabetes mellitus, Gelenkbeschwerden, Schlafstörungen (Schlafapnoe) und Karpaltunnelsyndrom.

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