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Was ist das Ziel der medikamentösen Behandlung?

Die medikamentöse Behandlung soll die Werte von Wachstumshormon und IGF-1 im Normbereich halten und vermeiden, dass der Überschuss an Wachstumshormon sich auf den Körper auswirkt. Obwohl dies nicht ihre hauptsächliche Wirkung ist, verkleinern die Medikamente möglicherweise auch den Hypophysentumor.

Gegebenenfalls werden die Medikamente anstelle von oder auch vor der Operation eingesetzt, um Ihre Symptome zu lindern.

Werden sie nach der Operation verabreicht, sollten sie die Spiegel von Wachstumshormon und IGF-1 weiter senken und Ihre Symptome lindern.

In Einzelfällen kann eine Operation ungeeignet sein oder der Betroffene lehnt eine Operation ab.

Welche Arzneimittel werden in der Behandlung der Akromegalie eingesetzt?

Es gibt drei Gruppen von Arzneimitteln, die zur Behandlung einer Akromegalie eingesetzt werden: Somatostatinanaloga (SSA), Dopaminagonisten und ein Wachstumshormon-Rezeptorantagonist.

Somatostatinanaloga sind die synthetische Form von Somatostatin, das die Ausschüttung des Wachstumshormons hemmt. Sie sind in der Regel die erste Wahl bei der medikamentösen Behandlung und werden mit subkutaner Injektion, tief subkutaner Injektion oder intramuskulärer Injektion verabreicht – je nach Arzneimittel. Es gibt solche Medikamente entweder als Fertigspritze oder sie müssen vor der Injektion angemischt werden. Auch die Zeitintervalle zwischen den Injektionen können von Patient zu Patient unterschiedlich sein.

Patienten, die es sich zutrauen, können sich die Spritze selbst setzen oder sie z. B. durch den Partner verabreichen zu lassen. Über die richtige Art der Anwendung für Sie muss Ihr Arzt entscheiden.

Dopamin-Agonisten können ebenfalls helfen, die Ausschüttung von Wachstumshormon im Körper zu hemmen. Sie werden als Tabletten mindestens einmal pro Woche, meist eher mehrmals pro Woche verabreicht.

Aktuell ist nur ein Wachstumshormon-Rezeptorantagonist verfügbar. Dieser wird mit subkutaner Injektion verabreicht und hemmt die Auswirkung des Wachstumshormons auf den Körper, indem es die IGF-1-Produktion in der Leber reduziert.

Somatostatinanaloga, Dopaminagonisten und der Wachstumshormon-Rezeptorantagonist werden in der Regel zunächst einzeln eingesetzt. Manchmal ist auch eine Kombination möglich, obwohl dieses Verfahren nicht in jedem Land zugelassen ist.

Wann und wie häufig die Arzneimittel verabreicht werden, hängt von der Art des verschriebenen Medikaments und der Wirkungsdauer im Körper ab.

Da eine solche Behandlung nicht so einfach ist wie eine Tabletteneinnahme, sollten Sie das Gespräch mit dem Arzt suchen, um die passende Therapie für sich zu finden. Denn die Präparate, die in Depotform zur Verfügung stehen, unterscheiden sich in ihren Anwendungseigenschaften. Dies betrifft z. B. die Injektionstechnik, die Art der Zubereitung, die Häufigkeit der Injektionen und auch die Frage, wer das Medikament spritzen darf.

Bitte beachten Sie, dass die medikamentöse Behandlung der Akromegalie je nach Land variieren kann. Ein Arzt kann Sie darüber informieren, welche Arzneimittelklassen in Ihrem Land verfügbar sind.

Injektionsarten

Besuchen Sie den Abschnitt praktische Ratschläge, um zu erfahren, wie Sie leichter mit Injektionen umgehen können.

Gibt es Nebenwirkungen bei dieser medikamentösen Behandlung?

Alle Medikamente haben Nebenwirkungen, manche davon klingen mit der Zeit ab.

Lesen Sie unbedingt zu Beginn und auch gelegentlich während Ihrer Behandlung den Beipackzettel des Medikaments, damit Sie während der Behandlung verstehen, wie das Medikament funktioniert und welche möglichen Nebenwirkungen es gibt.

Unterrichten Sie unbedingt Ihren Arzt über auftretende Nebenwirkungen, damit Ihre Therapie bei Bedarf verändert werden kann. Ihr Arzt muss diese Informationen gegebenenfalls auch an den Arzneimittelhersteller und die Gesundheitsbehörden vor Ort weiterleiten.

Nebenwirkungen von Somatostatinanaloga

Die häufigsten Nebenwirkungen der Somatostatinanaloga sind Diarrhö, Bauchschmerzen und Übelkeit.

Zu den möglichen Nebenwirkungen gehören außerdem Blähungen, Völlegefühl und Schmerzen an der Injektionsstelle.

Erhöhte Blutzuckerwerte sind bei den neueren Somatostatinanaloga bei einer Verabreichung als Depot-Injektion ebenfalls möglich.

Nebenwirkungen der Dopaminagonisten

Übelkeit ist eine häufig auftretende Nebenwirkung bei der Behandlung mit Dopaminagonisten.

Weitere mögliche Nebenwirkungen sind u. a. leichte Benommenheit, Müdigkeit, Verstopfung und Kopfschmerzen (obwohl diese selten auftreten).

Nebenwirkungen des Wachstumshormon-Rezeptorantagonisten

Die häufigsten Nebenwirkungen des Wachstumshormon-Rezeptorantagonisten sind Reaktionen an der Injektionsstelle, Schwitzen, Kopfschmerzen, Muskelschwäche und Anstieg der Leberenzyme. Ihr Arzt wird Ihr Blut in regelmäßigen Abständen kontrollieren, um sicherzugehen, dass Ihre Leberenzyme während der Behandlung im Normbereich bleiben.

Sprechen Sie mit Ihrem Endokrinologen oder einem anderen Mitglied Ihres Betreuungsteams, wenn Sie weitere Informationen zur medikamentösen Behandlung der Akromegalie und den jeweiligen Nebenwirkungen benötigen. Zudem stellen Selbsthilfegruppen für Patienten oft Informationsmaterialien zur Verfügung, die die verschiedenen Behandlungsmöglichkeiten aufzeigen.

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